Was verbindet Platon mit Hildegard von Bingen?

oder umgekehrt?


„Jede Krankheit ist heilbar – aber nicht jeder Patient“ versus

"das Höhlengleichnis"


Hallo und guten Morgen ☕️ aus dem schönen Schleswig-Holstein!


So ein langes, und teilweise verregnetes Wochenende bietet sich einfach dazu an, zu reflektieren, was die letzte Woche so gelaufen ist und was mich so beschäftigt hat.


Wie ich schon in der Vorstellung erwähnt habe, mag ich den Anspruch/Gedanken der Überschrift von Hildegard v. Bingen. Vielleicht, weil er sich in den letzten Jahren immer wieder bestätigt hat und ich mich oft gefragt habe, warum denn bloß?


Da gibt es Menschen, die nach der ersten Ermutigung direkt loslaufen und noch bevor ich auch nur ansatzweise meine Überlegungen, wie sie Heilung/Besserung erlangen könnten, losgelassen habe, haben sie ihre Erkrankung schon überwunden. 😳

Und wieder andere, denen präsentierst du Hilfe auf dem sprichwörtlichen Silbertablett und sie können sie irgendwie nicht ergreifen und/oder umsetzen.


Das macht mich manchmal schon traurig 🥲, und ich habe mich gefragt, warum ist das so?


Diese Woche habe ich erfahren, dass das, was Hildegard v. Bingen schon vor knapp 850 Jahren erkannt hat, auch Platon schon vor fast 2.500 Jahren in seinem Höhlengleichnis behandelt hat.


Das Höhlengleichnis (Platon, 428/427–348/347 v. Chr.) -nacherzählt-

Stell dir einmal vor, du sitzt in einer dunklen Höhle, festgekettet, auf einem Vorsprung. Rechts und links von dir sitzen andere Menschen in der selben Situation. Du kannst nur auf die Wand vor dir schauen, während hinter dir, über deinem Kopf ein Spalt ist. Durch diesen dringt Tageslicht in die Höhle und wirft Schattenbilder auf die Wand, die du sehen kannst.

Das ist alles, was du von deinem Leben kennst und siehst. Schattenbilder.

Nun gelingt es einem Menschen, sich von den Fesseln zu befreien und den Eingang der Höhle zu finden. Er sieht, dass es draußen viel mehr Licht und sogar Farben gibt!

Er läuft wieder in die Höhle zurück, berichtet den anderen Gefangenen davon und ermutigt sie, sich ebenfalls zu befreien und ihm nach draußen zu folgen. Dort sei das wahre Leben und nicht an der Schattenwand!


Von 4edges - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73850232


Wir können uns vorstellen, dass es Menschen gab, die diesem Aufruf nicht spontan folgen konnten oder wollten, sei es aus Angst oder Misstrauen oder reiner Gewohnheit.

Diese Menschen blieben in der Höhle sitzen und lebten weiterhin mit Schattenbildern und einem vertrauten Umfeld. Wie das Sprichwort schon sagt:

 

"Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!"

 

Zum Glück können wir im Leben einmal getroffene Entscheidungen oft neu überdenken und zu anderen Zeiten durchaus auch zu anderen Erkenntnissen kommen.


Daher wünsche ich dir, wenn du dir mehr Farbe in deinem Leben wünschst, wenn du genug vom "Schattentheater" um dich herum hast oder aber, wenn dir der Popo weh tut vom langen Sitzen auf dem Felsvorsprung, dass du den Mut und die Kraft findest, deine Höhle/deine Perspektive zu erweitern und neue Ufer kennen zu lernen.


Genießt das lange Wochenende und ich freue mich über eure Kommentare, Gedanken und Geschichten zu diesem Thema!


Bis bald und bleibt gesund ❤️



Eure Ute