Ätherische Öle und ihre Unterschiede

Weihrauch ist nicht gleich Weihrauch


Heute wurde ich wieder gefragt, warum riecht euer ätherisches Weihrauchöl anders als das Weihrauchöl der Firma XY?

Eine Frage, die ich grade beim Thema Weihrauch (oder auch Eukalyptus) schon häufiger beantworten durfte. Daher schreibe ich euch heute einmal einen kleinen Blog dazu.






Verschiedene Sorten, verschiedene Gerüche und verschiedene Wirkungen



Beim heimischen Apfel weiß es jeder: es gibt verschiedene Sorten, verschiedene Geschmacksrichtungen und unter-schiedliche Konsistenzen, je nachdem, welchen Apfel man erwischt hat. Beim ätherischen Ölen ist es genauso. Es gibt verschiedene Weihrauchbäume in unterschiedlichen Gegenden, genauso, wie es verschiedene Eukalyptussorten oder eben auch verschiedene Apfelsorten gibt.


Insgesamt sind beim Weihrauch derzeit ca. 25 Arten unterschiedliche Arten bekannt. Die meist verbreiteten Sorten des Harzes sind:


Boswellia ameero und Boswellia bullata (Insel Sokrota, indischer Ozean)

Boswellia ordorata (Westafrika)

Boswellia frereana BIRDW (Somalia und Jemen, zum Kauen)

Boswellia papyrifera (Äthiopien, Eritrea und Sudan)

Boswellia serrata (indischer Weihrauch, verbreitet in der ayurvedischen Medizin)

Boswellia nana (indischer Ozean, Jemen)

Boswellia carterii (somalischer-äthiopischer Weihrauch)

Boswellia sacra (Südarabien, Dhofargebirge)


Die Gewinnung des ätherischen Öles aus dem Harz

Das ätherische Öl wird aus dem Harz des indischen Boswellia serrata oder dem afrikanischen Boswellia Carterii hergestellt. Bei der Gewinnung des Harzes alleine gibt es schon deutliche Qualitäts-, Farb- und Geruchsunterschiede zwischen dem Harz des 1. Anstiches und dem Harz eines späteren Anstiches im Jahr.

Wenn man berücksichtigt, dass für die Gewinnung von 10 ml ätherischem Weihrauchöl 100-200 g reines Weihrauchharz benötigt werden, ist es verständlich, dass jeder noch so kleine Unterschied in Farbe, Geruch oder Zusammensetzung des Harzes sich sofort auf das ätherische Öl auswirkt.


Unsere Auswahlkriterien


Da ist es gar nicht unbedingt einfach, sich für eine Sorte zu entscheiden. Natürlich können wir auch unterschiedliche Sorten anbieten, und wenn es Sinn macht, werden wir das auch gerne tun. Nach Möglichkeit versuchen wir jedoch, das Angebot unserer ätherischen Öle sowohl vom Preis, als auch vom Nutzen her übersichtlich und klar strukturiert zu halten. So kann man sich als Anwender/Nutzer der ätherischen Öle eher sicher und gut aufgehoben als überfordert von der Menge wissen.


Boswellia serrata


Der indische Weihrauch Boswellia serrata, der auch Arzneiweihrauch genannt wird, gehört zu den Weihraucharten, die am besten untersucht sind und wofür die meisten Studienergebnisse vorliegen. Das hat definitiv unsere Auswahl positiv beeinflusst, zumal der Boswellia serrata auch noch etwas günstiger als der Boswellia carterii ist. Somit eine win-win Situation, die wir unseren Kunden gerne präsentieren.

Eine Auswahl der überzeugendsten Argumente habe ich euch hier zusammen gestellt:


Ein Künstler, was entzündliche Prozesse im Körper angeht

Boswellia serrata weißt einen hohen Anteil der sogenannten Boswelliasäuren auf, die in der Lage sind, ein entzündungsförderndes Enzym (5-Lipoxygenase) im Körper so umzu-programmieren, dass dieses Enzym anschließend entzündungshemmend wirkt. Darum wird diese Art Weihrauch sehr gerne von Menschen eingesetzt, die unter chronischen Entzündungen leiden.

(Boswellia Serrata, A Potential Antiinflammatory Agent: An Overview)


Ein Verbündeter im Kampf gegen Krebs